Gute Website-Texte: Klartext statt Romane

Erfahren Sie, warum gute Website-Texte prägnant und klar sein sollten. Lernen Sie, wie Sie effektive Website-Texte schreiben, die Ihre Botschaft direkt vermitteln und die Aufmerksamkeit Ihrer Besucher gewinnen.

Josse Westmark

10/9/20253 min read

Viele Unternehmen investieren viel Zeit in Design, Technik und SEO, aber wenn es um die Texte auf ihrer Website geht, wird oft zu viel oder das Falsche gesagt. Ganze Textwüsten, komplizierte Formulierungen oder nichtssagende Floskeln machen es Besuchern schwer, wirklich zu verstehen, worum es geht.

Dabei gilt im Online-Marketing eine einfache Wahrheit:
👉 Gute Texte überzeugen nicht durch Länge, sondern durch Klarheit.

In diesem Artikel erfährst du, warum weniger oft mehr ist – und wie du deine Website-Texte so schreibst, dass sie wirklich wirken.

🧠 1. Menschen scannen – sie lesen nicht

Die meisten Besucher lesen deine Website nicht wie einen Roman. Sie scannen. Innerhalb weniger Sekunden entscheiden sie, ob sie bleiben oder weitersurfen.

Typisches Nutzerverhalten:

  • Überfliegen von Überschriften und Zwischenüberschriften

  • Springen von Abschnitt zu Abschnitt

  • Achten auf Keywords, Bulletpoints und auffällige Elemente

Lange, verschachtelte Absätze mit viel Fachsprache schrecken eher ab, als dass sie Vertrauen schaffen.

Tipp:
👉 Verwende kurze Absätze (max. 3–4 Zeilen) und bringe pro Abschnitt nur eine zentrale Botschaft unter. So führst du Leser Schritt für Schritt durch deine Inhalte.

🧭 2. Klare Struktur schlägt schöne Sprache

Viele Texter versuchen, besonders kreativ zu schreiben. Doch zu viel Wortakrobatik verwirrt eher, als dass sie beeindruckt.

Wichtiger als poetische Formulierungen ist eine klare Struktur, die den Leser intuitiv leitet. Ein bewährtes Muster für Seiten wie „Leistungen“ oder „Über uns“ ist zum Beispiel:

  1. Problem benennen – Zeige, dass du verstehst, wo der Besucher steht.

  2. Lösung vorstellen – Erkläre, wie du genau dieses Problem löst.

  3. Vorteile verdeutlichen – Was hat der Kunde konkret davon?

  4. Call-to-Action setzen – Was ist der nächste Schritt?

Diese Struktur ist kein starres Korsett, sondern ein Orientierungspunkt. Sie sorgt dafür, dass dein Text zielgerichtet ist – statt in Beliebigkeit zu versinken.

✂️ 3. Streiche alles, was keine klare Funktion hat

Einer der einfachsten Wege zu besseren Texten ist das Streichen. Viele Absätze enthalten unnötige Füllwörter, Wiederholungen oder nichtssagende Aussagen.

Beispiele:

  • ❌ „Wir sind stets bemüht, die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen.“

  • ✅ „Wir halten, was wir versprechen.“

  • ❌ „Unser Team besteht aus engagierten Mitarbeitern, die tagtäglich ihr Bestes geben.“

  • ✅ „Unser Team arbeitet jeden Tag mit voller Energie für deinen Erfolg.“

Frage dich bei jedem Satz:
👉 Trägt dieser Satz zum Verständnis oder zur Überzeugung bei?
Wenn nicht, weg damit.

💬 4. Schreibe so, wie du sprichst

Gute Website-Texte klingen nicht nach Amtsdeutsch oder Fachjargon – sie klingen menschlich.

Stell dir vor, du erklärst einem potenziellen Kunden dein Angebot im persönlichen Gespräch. So solltest du auch schreiben:

  • Direkt, freundlich und klar.

  • Ohne unnötige Fremdwörter.

  • Mit kurzen, aktiven Sätzen.

Beispiel:

  • ❌ „Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch höchste Effizienz und nachhaltige Prozessoptimierungen aus.“

  • ✅ „Wir machen deine Abläufe einfacher, schneller und nachhaltiger.“

So entsteht Nähe und Vertrauen – zwei entscheidende Faktoren für jede Conversion.

🧪 5. Schreibe zuerst – optimiere später

Viele blockieren sich beim Schreiben, weil sie von Anfang an perfekt formulieren wollen. Dabei ist der wichtigste Schritt: erstmal schreiben.

Setz dich hin, formuliere frei heraus, was du sagen willst, ohne an Kommas, Wortwahl oder SEO zu denken. Danach überarbeitest du den Text in mehreren Schritten:

  1. Struktur prüfen – Ist der rote Faden klar?

  2. Kürzen – Was kann weg?

  3. Sprache vereinfachen – Wo kannst du direkter werden?

  4. CTA ergänzen – Führst du den Leser irgendwohin?

Dieser Prozess macht deine Texte natürlicher, prägnanter und überzeugender.

📈 6. SEO nicht vergessen – aber smart einsetzen

Natürlich sollen deine Texte gefunden werden. Aber: SEO darf nie zulasten der Lesbarkeit gehen.

Statt Keywords zwanghaft zu wiederholen, setze sie natürlich in Überschriften, Einleitungen und Zwischenüberschriften ein. Nutze Synonyme und schreibe so, dass Menschen den Text gerne lesen – dann gefällt er auch Google.

Beispiel:
Wenn dein Keyword „Webdesign Agentur Berlin“ ist, kannst du schreiben:
„Als Webdesign-Agentur in Berlin entwickeln wir Websites, die klar, schnell und überzeugend sind.“
Das klingt besser als ein Text, der das Keyword fünfmal in einem Absatz wiederholt.

🏁 Fazit: Gute Texte sind wie klare Wegweiser

Gute Website-Texte müssen keine Romane sein. Sie sollen leiten, überzeugen und aktivieren.

Wenn du:

  • Klar strukturiert schreibst,

  • unnötigen Ballast streichst,

  • deine Sprache vereinfachst und

  • den Leser Schritt für Schritt führst,

… dann entsteht ein Text, der wirkt.

In einer Welt, in der jeder um Aufmerksamkeit kämpft, gewinnen nicht die mit den längsten Texten – sondern die, die am klarsten kommunizieren.

👉 Klartext schlägt Textwüste. Immer.